freunde

März 31, 2008 at 5:50 (Enttäuschung, Sehnsucht)

meine wochenenden sind so ruhig. es fällt mir jetzt erst so richtig auf. dabei ist es schon länger so. ich meine sie waren nicht immer soooo ruhig. aber jetzt gehe ich weniger weg am wochenende. weniger feiern, mein ich. früher klingelte schonmal öfter das telefon, wenn es auf freitag zuging. was ich mache, was ansteht, was geplant ist… ich war bekannt für meine partylaune – und jeder der mal ordentlich abtanzen wollte wusste, an wen er sich zu wenden hatte. heute merke ich wie zielgebunden das ganze war. und alle die damals so partyfreudig waren, sind älter geworden,… oder stecken in einer beziehung. und jetzt ruft k(aum )einer mehr an. weil alle haben etwas besseres zu tun… und mir wird klar: es war gar nicht wegen mir. man rief mich nicht an, weil es darum ging mit MIR etwas zu unternehmen. sondern die unternehmung stand im vordergrund. und ich war nur mittel zum zweck. das sind keine freundschaften – das sind zweckbeziehungen. und so fühle ich mich wie ein gegenstand. praktisch und greifbar, wenn man ihn braucht. wertlos, wenn sein zweck nicht mehr erwünscht ist. freunde, das sind jene menschen, die sich immer wieder melden. weil sie einen als menschen schätzen und nicht für die funktionalität, die man in dieser oder jener situation mit sich bringt.
bei freunden geht es meist nicht darum, sich zu treffen um etwas bestimmtes zu machen. oft darum dass man sich einfach mal wieder trifft, auch wenn man absolut keinen plan hat, was man überhaupt unternehmen wird.

Einen Kommentar hinterlassen